Die Staufersaga zu Gast in Hemmendorf

Am Wochenende vom 7. – 9. Juli zog die Ritterschaft ins ferne Hemmendorf (nahe Rottenburg), um dort zu Lagern. Diesmal aber nicht alleine, sondern in Begleitung vieler anderer Gruppen aus dem Staufersaga Verein, wie z.B. den Katapultlern, Schmieden, Helmbädschern, Fahnenschwingern und sogar den Leprakranken.

Um so viele Münder satt zu bekommen, stellte sich Gruppenleiter der Ritterschaft Dieter Dalinsky als Koch zur Verfügung und verwöhnte alle Lagernden mit Maultaschen, Gulasch, Cevapcici sowie Bulgur und Salat.

Bei so einer großen Gruppe war es also nicht verwunderlich, dass in dem kleinen Örtchen Hemmendorf nun also an jeder Ecke (oder im Badezuber) ein oder zwei Gmünder zu sehen waren.

Natürlich waren diese nicht die einzigen Gäste: Auch die Ritter der Schwarzen Lanze, die ihrerseits ein Ritterturnier veranstalteten, oder der beheimatete Verein Johanniter und Bauernvolk Hemmendorf e.V., der dieses Jahr sein Jubiläum zum 15-jährigen Bestehen feierte, sowie viele weitere Vereine und Gruppen, waren vertreten.

Trotz des relativ kleinen Marktes gab es eine Fülle von Darbietungen, Händlern und Angeboten zu bestaunen und täglich konnten alle Besucher einen großen Umzug aller Beteiligten durch das Dorf mitverfolgen. Am Sonntag war sogar Oberbürgermeister und Vereinsvorsitzender Richard Arnold zugegen und verkündete unter tosendem Applaus, dass Schwäbisch Gmünd und Hemmendorf auch in Zukunft – z.B. bei der nächsten Staufersaga (verm. 2021) – in einer neu geschlossenen Freundschaft gemeinsam ihre Leidenschaft zum Mittelalter zeigen werden. Als Zeichen dieses Bundes überreichte Herr Arnold dem Komtur von Hemmendorf zwei Flaggen mit den Wappen der beiden Orte, bemalt von Manfred Stury.

Einen „einschlagenden Eindruck“ hinterließ die Ritterschaft leider auch bei einigen benachbarten Lagergruppen: Eine urplötzlich aufkommende Windhose riss den Unterstand des Lagers mehrere Meter in die Luft, schleuderte ihn ca. 50 Meter weit in ein benachbartes Lager und richtete dort erhebliche Schäden an – und das, obwohl kein Wölkchen am Himmel zu sehen war…

Auch wenn eine Laune der Natur schuld an diesem Vorfall war, so war die Stimmung fürs erste getrübt – vor allem da besagte Lagergruppe sich noch am selben Tag dazu entschied, abzureisen.

Aber Die Ritterschaft wäre nicht die Ritterschaft, wenn sie sich davon die Freude am Lagern verderben ließe! Der Unterstand wurde aus den wenigen heilgebliebenen Balken wiederaufgebaut (Improvisation ist unsere Stärke) und die betroffenen Gruppen sollen nicht ohne Entschädigung bleiben.

Ein großer Dank gilt auch all den hilfsbereiten Gruppierungen des Staufersaga Vereins, die uns einen Teil ihrer Einnahmen dieses Wochenendes zur Reparatur unseres Unterstands spenden wollten.

„Mittelalter in Hemmendorf“ war für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung und der eine oder andere freut sich wahrscheinlich schon auf das nächste Mal, wenn es heißen wird:
„Gmünd zu Gast bei Freunden“ – SR